Geschichte

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Die Villa Hohenwart

Im Jahr 1905 wurde in wunderbarer Lage in Obermais, die Pension Hohenwart gebaut. Der Kaufvertrag vom 9. März 1905 listet die Schwestern Gertraud, Karolina und Rosa Hölzl als Eigentümerinnen der Villa Hohenwart zu gleichen Teilen auf. Im Jahre 1913 wurde dann das Eigentumsrecht je zur Hälfte für Karolina und Rosa Hölzl einverleibt. Nach dem Ableben auch von Rosa wurde Karolina nach dem Erbschein zur Alleinerbin. Nach deren Tod wird am 5. Februar 1950 eine Erbgemeinschaft von 25 Besitzern erwähnt, bestehend aus 19 Mitgliedern der Familie Hölzl und sechs der Familie Gamper, welche die Villa Karolina in Villa Hohenwart umbenannten. Diese wurde als Pension Im November 1951 eröffnet.

Dem geistigen Vater und Mitbegründer Emil Korger gelang es als Krankenhauskaplan Gründungsmitglieder zu finden und die Pension Karolina für 18 Millionen Lire zu kaufen. Die neue Namensträgerin "Villa Carolina" sollte künftig als Altenheim dem ausschließlichem Wohlfahrtszweck dienen. Die eine Hälfte wurde durch Spenden des Gründerkomitees aus dem Pfarrcaritasverein gedeckt und die andere im Darlehenswege mit Bürgschaft von Mitgliedern des Gründerkomitees.

Da der Pfarrcaritasverein als einfacher Verein keinen Grundbesitz erweben durfte, wurde im Jahre 1951 das Seniorenheim Villa Carolina auf die St. Josef Priesteraktiengesellschaft in Brixen übertragen, sodass diese bis 1956 die grundbücherliche Eigentümerin war.

Von 1953 - 1963 fungierte Johann Menz als Verantwortlicher, während Caritasschwestern mit der Führung des Hauses beauftragt wurden.

Am 12.12.1964 wurde die Villa Carolina zur Genossenschaft Pro Senectute m.b.H. für die Errichtung, Führung und Verwaltung eines Seniorenheimes für betagte Leute aus dem Mittelstand gegründet. Jedes der Gründungsmitglieder - Josef Hillebrand, Roland Auffinger, Josef Barolini, Raoul Söderström, Josef Prünster, Walter Zuegg, Heinrich Zorzi, Konrad Mutschlechner, Leander Palla, Albert Wallnöfer und Hans Kiem - trug zu gleichen Teilen zur Bidlung des Genossenschaftskapitals von 2.520.000 Lire bei.

Die Vorstandsmitglieder erwarben nun von der Priesteraktiengesellschaft die Villa Carolina. Die verantwortliche Struktur in der Verwaltung lag und liegt seither in den Händen des Vorstandes mit dem Bestreben, eine überschaubare, zuverlässige und effiziente Betreuung der Lebensgemeinschaft zu garantieren.

Aufgrund des Kaufvertrages vom 20. Dezember 1965 wurde das Eigentumsrecht für das Seniorenheim PRO SENECTUTE einverleibt. In der Generalversammlung 1966 beschloss man den Um- und Ausbau des Hauses. Nach Ablauf der Amtszeit des Vorstandes wurde Walter Zuegg aus Lana als Obmann 1968 neu gewählt. Josef Prünster, Josef Hillebrand und Friedrich Klotzner waren Vorstandsmitglieder bzw. Teil des Aufsichtsrates.

Für den Umbau des bisherigen Altenheimes mit sieben Zimmern, einem Bad und mit Kellerräumen wurde 1968 ein Darlehen aufgenommen. Aus dem eleganten Jugendstil-Gebäude wurde ein moderner und praktischer Zweckbau. Man erweiterte den 1. und 2. Stock mit zeitgemäßen Zimmern und erhöhte zudem das Haus mit einem 3. und 4. Stock. Eine neue Hausordnung und Heimverträge regelten fortan ein harmonisches Zusammenleben.

Am 7. Jänner 1972 übernahm Sr. Reinharda die Funktion als Oberin und beteiligte sich fortan an allen Vorstands- und Vollversammlungen. Sr. Bernarda Marsoner wirkte als Krankenschwester ebenso engagiert wie Sr. Lidwina Troger als Köchin. Nach dem Tod des bisherigen Buchhalters und Schriftführers der Genossenschaft Franz Ladurner im Herbst 1975, übernahm Dino Dalceggio diese Funktion bis zum März 2018.

Das Seniorenheim Villa Carolina trat 1979 dem Verband der Altersheime Südtirols bei, um eine größere Durchschlagskraft bei den entsprechenden Landesämtern zu haben.

1982 beabsichtigte Obmann Dr. Walter Zuegg wegen finanzieller Schwierigkeiten - damals gab es noch keine öffentlichen Subventionen - das Seniorenheim Villa Carolina mit der gesamten Liegenschaft im Schenkungswege an das Provinzhaus der Barmherzigen Schwestern in Gratsch zu übertragen. Doch das Provinzhaus zeigte kein Interesse, so die Aussage von Sr. Oberin Reinharda. Zur gleichen Zeit formierte sich um Hans Vetter und Hans Mair eine Gruppe von Obermaisern, die diesen Verkauf verhindert haben. 1983 legte Walter Zuegg sein Amt aus Alters- und Gesundheitsgründen nieder.

In der Amtsperiode von Hans Mair 1983-1991 wurde der 4. Stock aufgebaut, wodurch neue Zimmer entstanden. Aufgrund der zufriedenen wirtschaftlichen Lage der Genossenschaft wurden auch andere Investitionen getätigt, so u.a. für die Außenisolierung der Fassade, Einbau von Duschen und außerordentliche Instandhaltungsarbeiten.

In dieser Zeit betreuten 8 Personen davon drei Ordensschwestern 30 Heimgäste. Auch in der Amtsperiode von Obmann Friedrich Klotzner wurden wichtige Investitionen getätigt so u. a. für die Erneuerung des Mansardendaches, die Umgestaltung der Gartenanlage, die Erneuerung von Nasszellen und der Ankauf einer neuen Telefonanlage.

1996 wurde aufgrund der gesetzlichen Bestimmung die vorgesehene Statutenänderung vorgenommen. Die Bezeichnung Pro Senectute Gen. m. b. H. wurde einstimmig genehmigt. Friedrich Klotzner trat aus Gesundheitsgründen von seinem Amt als Obmann zurück. Sein Platz wurde von Klaus Kirchmair eingenommen.

Während dieser Zeit wurden verschiedene Investitionen getätigt, so für umfangreiche Sanierungen im Untergeschoss und Heizraum, den Umbau der Kapelle, die Ausstattung des Heimambulatoriums, die Errichtung des Wintergartens, den Umbau der Küche sowie für die Büroerweiterung.

Im Jahr 1999 erfolgte die Umwandlung der "Genossenschaft Pro Senectute" in die "Soziale Genossenschaft Villa Carolina - Pro Senectute" m.b.H. Die Eignungserklärung der Landesregierung vom 03.03.2001 ermächtigte das Senioreneheim zur Führung von 29 Einzelbetten.

Im Jahr 2009 wurden im Seniorenheim die Außenfenster erneuert und die Brandschutzmaßnahmen verbessert. 2011 wurden Markisen und Rolläden ausgetauscht. 2012 wurde der Aufzug erneuert.

Sr. Reinharda leitete als Oberin ununterbrochen über 40 Jahre  das Seniorenheim. Im März 2018 verabschiedete sie sich in den wohlverdienten Ruhestand. Seitdem unterliegt die Führung des Hauses Frau Renate Haller. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Koordinierung von 29 Heimbewohnern sowie rund 30 Angestellten. Ihr zur Seite stehen der Präsident Michael Klotzner sowie die Vorstandsmitglieder